AKTUELLES

(gießen, den 3. mai 2019) So haben wir also am letzten Sonntag unseren RIO - Abend zu Grabe getragen. (Der Autor gab uns die Ehre, freute sich und gemeinsam - siehe unten - blickten wir auch schon mal in die Zukunft.) Sonst: Viele Tränen, aber auch ein großes Fest. Wie sagte die "meisterliche" Inspizientin: "War irgendwo so eine Art Aera am Stadttheater Gießen!" Zur Zugabe enterten die Gewerke die Bühne und sangen und hüpften mit. So knappe zwanzig Minuten Applaus. Irgendwann in der Nacht packte mich die GROSSE TRAURIGKEIT in Gestalt des Schwankteufels am Nacken, aber Sascha "Genosse Kapellmeister" Bendiks geleitete mich sicher nach Hause so wie er schon vor 3 Jahren und 3 Monaten dieses mit unserer Produktion getan hatte. Ein richtig Guter. Als nächstes und sollten die Bedingungen stimmen - die Verhandlungen stehen noch aus - werden wir uns dem Vermächtnis von Gerhard Gundermann widmen. Dieses ist schon eine rechte Aufgabe, aber wir mögen es wagen. Glück auf.

(gießen, den 5. april 2019) Es war ein wunderbarer, freundlicher und intensiver Abend der letzte Mittwoch, unsere Premiere des "Kollektiv BeBob". Die Hütte war sehr gut gefüllt und alles war begeistert: das werte Publikum, die liebe Presse und die teure Band herself. Wir betrachten das Ganze als einen Auftrag: weitermachen. Keep on keepin' on. (Für das Foto oben und jenes auf der Seite Kritiken danke ich herzlich Herrn Axel Cordes.)

(gießen, den 15. märz 2019) So langsam wird es ernster. Mann wird ja nicht jünger. Wir bleiben eifrig.

Und hier kollektiv be bob zum Betrachten. Von links nach rechts die Herren Christian Keul, "JJ" Fischer, Christian Lugerth, Andreas Jamin und Joe Bonica. Grüße aus dem Probenraum und dann bis bald. Keep on keepin' on.

(gießen, den 19. februar 2019) Das war ein angenehmer Abend, der letzte Samstag in Freiburg. Nicht nur, aber vor allem die Premierenfeier. Die Liebste war vor Ort, mein Bruder, etliche alte Weggefährtinnen und - gefährten, sowohl dienstlich als auch privat, wohlmeinende Kollegen vom Theater Freiburg auch einige, das Auditorium applaudierte lang und freundlich und die Presse empfiehlt – so lese ich eben - die Veranstaltung weiter. Gut! Es dauerte ein bisserl bis sich die Truppe auf und vor der Bühne und generell zusammengeruckelt hatte, aber jetzt schaue ich gern und erfreut zurück. Schöne Begegnungen fanden statt. Einiges Lob erfuhr auch die Bühne, für die ich verantwortlich zeichnete. Ist nun wirklich nicht meine Hauptbegabung und so danke ich Udo Herbster, daß ich "ä bissle" aus seinem Fundus verwursten durfte. Der Raum hat funktioniert. Am Tag nach der Premiere saß ich dann auf dem Schloßberg im Biergarten bei knappen 20 Grad. Mitte Februar. Schön bescheuert. Bald nun intensive Bandproben und für Ende März eine Einladung nach Sovetsk. Zwei bis drei Lieder besingen. Gerhard Gundermann.

 

(Update vom 4. märz 2019 / immer noch gießen) Der Ausflug gen Russland fällt leider ins Wasser. Die Leber atmet auf, das Herz aber weint. Die Bandproben sind große Freude. Heute noch zwei feine Kritiken zu Freiburg.

(gießen, den 3. januar 2019) Die Koffer sind noch nicht wirklich gepackt, morgen aber wird sein Abfahrt - via Konstanz - gen Freiburg. Freue mich sehr auf dieses dort wartende Stück Arbeit und vor allem auf eine wirklich tolle Besetzung. Las die Tage eines meiner liebsten Weihnachtsbücher und blieb immer wieder auf Seite einhundertsiebenundsechzig hängen. Muß ich jetzt zitieren. Schöner und entspannter den alltäglichen Schmerz an meinem Gewerbe beschreiben geht nicht. Ich danke der liebsten Schenkerin und Frau Altaras. Leset nun selbst:

 

"Ach, Kompromißlosigkeit! (...) Unser Beruf  ist ein einziges Abwägen zwischen dem, was wir möchten, und dem, was möglich ist. Einige können sich hart und kompromißlos verwirklichen und werden als große Künstler gefeiert, alle anderen zerbrechen daran und müssen sich weich machen und verbiegen, sie arrangieren sich mit den Gegebenheiten, sie möchten arbeiten und nicht verhungern. Wie wäre mein Leben verlaufen, wenn ich MTA geworden wäre? Oder Radiologin, ganz nach dem Wunsch meines Vaters? Mein Mann Georg bekommt schon schmale Lippen, wenn er das Wort „Kompromiß“ nur hört. Seine Kreativität geht nur ganz oder gar nicht. Er will genau die Musik komponieren, die ihm vorschwebt. Er wäre wie Anna Karenina der perfekte Kandidat für den Zug. Ich leide schrecklich mit ihm, denn er hat ja recht, nur ist der Theaterbetrieb immer mehr Betrieb und immer weniger Theater, und der Verwaltungsapparat erinnert an den der Bundesregierung. (...) Es ist so still im Raum."

 

Ich fürchte - na ja - in mir leben die Autorin und ihr Gatte und das alles und noch viel mehr. Und eben oft der hier.